Warum es das braucht

Das Problem ist nicht nur technisch.

Digitale Identität ist heute faktisch Plattformbesitz. Das ist eine Ordnungsfrage: Wer darf Personen definieren, verbinden, bewerten – und wer kann das widerrufen?

Plattformgebundene Identität

Nutzer sind Gäste in fremden Systemen. Daraus folgen Lock-in, unklare Berechtigungen und eine strukturelle Machtasymmetrie rund um Profile und Beziehungsgrafen.

Ein menschlicher Ausgangspunkt

Im echten Leben lesen wir zuerst Auftreten: Ruhe oder Nervosität, Ordnung oder Unordnung. Digital beginnt alles mit Konto, Passwort, Formular. Begegnungen wirken fremd und werden leicht verwertbar.

Protokoll-Denken

CustosVeritas trennt Wahrheit, Bedeutung und Wirkung so wie Web-Standards Transport, Markup und Stil trennen.

Wahrheit

Kryptografische Gültigkeit unter einem minimalen Schlüssel.

Bedeutung

Rollen und Aussagen beschreiben, was im Kontext relevant ist.

Wirkung

Ein Ordnungs-Layer ermöglicht Wiedererkennen, ohne zur Bühne zu werden.

Fragen, die wir einladen

CustosVeritas ist eine Bitte um Kritik, kein Pitch.

  • Welche gesellschaftliche Gefahr entsteht, wenn Identität Plattformbesitz bleibt?
  • Welche Grenze ist nicht verhandelbar, damit daraus keine neue Machttechnik wird?
  • Wie verhindern wir, dass ein Ordnungs-/Optik-Layer zur Selbstdarstellung oder Profilfläche wird?
  • Welches Bild erklärt die Idee ohne Technikjargon?